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Digitaler Katalog Egon Eiermann

Gesamtbebauungsplan Auditorium Maximum
1951-1952

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Gesamtbebauungsplan Auditorium Maximum

Die neu gegründete Universität war in ehemaligen Kasernenbauten am alten Exerzierplatz provisorisch untergebracht. Mit der Errichtung weiterer Universitätsgebäude sollte ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Es wurde versucht, den neuen Bauten ein Übergewicht in der Gesamtanlage zu geben, ein Gedanke, der maßgebend für die Anordnung der Hauptbaumassen auf dem Gelände südlich der Kasernenanlage war.

Im Entwurf liegen auf der Nord-Südachse, die sich mit der Achse des alten Exerzierplatzes deckt, die Aula, der Botanische Garten, die Bauten für das Chemisch-Physikalische Institut und die Bibliothek. Auf einer neu angelegten Ost-West-Achse, die die Nord-Süd-Achse im südlichen Drittel durchschneidet, liegen das Museum für Naturkunde und das Gebäude der Philosophischen Fakultät. Den Achsenschnittpunkt bildet das Auditorium Maximum. Die Bauten und der Botanische Garten sind durch eine große Plattform zusammengefaßt; außerhalb liegen die Kapelle, die Sportanlagen und die Studentenheime. Das Auditorium Maximum ist als Halle entworfen worden, in die der theaterförmige große Saal und zwei kleinere Hörsäle als in sich geschlossene Bauteile und konstruktiv nahezu unabhängig hineingestellt sind. Die Flächen zwischen den Saaleinbauten ergeben den Bewegungsfreiraum für die 500 bis 600 Hörer. Dem Bibliotheksgebäude liegt die gleiche Konzeption zugrunde.

Immo Boyken, „Entwurfscharakteristika im Werk von Egon Eiermann aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg“ , Diss., Universität Karlsruhe, Fakultät Architektur, Teil III, S. 64

Projektspezifische Angaben

Projekt Gesamtbebauungsplan Auditorium Maximum
Beteiligte
  • Egon Eiermann und Robert Hilgers, Architekten
Projektzeitraum 1951-1952

Objektspezifische Angaben

Typologie Universität (Gebäudekomplexe), universities (building complexes)

Ortsspezifische Angaben

Land Deutschland
Ort Saarbrücken